KidsCraft Elternmagazin

Spielzeit

Vom nächsten „Darf ich ans Tablet?“ zu einer eigenen kleinen Spielwelt: konkrete Ideen, einfache Übergänge und ein Wochenplan für euren Familienalltag.

KidsCraft Redaktion15 Min. LesezeitStand: 15.09.2026
Zu den 12 Spielideen
Zwei Kinder bauen gemeinsam eine farbige Würfelwelt. Eine Idee. Eure Welt.
Spielwelt als Inspiration aus unserem Shop. Die gezeigte Menge entspricht nicht dem Inhalt eines einzelnen Sets.
12 SpielideenEin kleiner WochenplanFür Kita- & Grundschulalter

Ein Kinderzimmer voller Spielzeug. Und trotzdem fällt nachmittags wieder derselbe Satz: „Darf ich ans Tablet?“ Du schlägst Malen vor. Ein Puzzle. Vielleicht die Bausteine. Aber irgendwie klingt alles weniger spannend als die nächste Runde.

Wenn dir das bekannt vorkommt, suchst du vermutlich keine weitere Liste mit Dingen, die Eltern angeblich besser machen müssten. Du brauchst eine Idee, die heute in euren Alltag passt. Auch wenn das Abendessen noch fehlt, draußen Regen gegen die Scheibe läuft und deine eigene Energie überschaubar ist.

Genau dafür ist dieser Beitrag da: mit zwölf Spielideen für zu Hause und draußen, konkreten Sätzen für den Übergang und einem kleinen Wochenplan. Besonders passend für Familien mit Kindern im Kita- und Grundschulalter. Wähle Materialien und Aufgaben immer passend zum Entwicklungsstand deines Kindes.

Für euren nächsten Nachmittag

Du musst heute keinen perfekten Spielenachmittag schaffen.

  • Mach den nächsten Schritt greifbar: „Wir bauen ein Versteck für diese Figur“ gibt euch einen konkreten Anfang.
  • Biete zwei passende Möglichkeiten an: zum Beispiel eine kleine Bauaufgabe oder eine Schatzsuche.
  • Plane einen gemeinsamen Einstieg: Stell das Material hin, setz dich dazu und schaut, was daraus entsteht.

Für heute reicht eine Idee. Die übrigen dürfen auf einen anderen Tag warten.

Warum ist das Tablet gerade so spannend?

Bevor du die nächste Alternative vorschlägst, lohnt sich eine einfache Frage: Was gefällt deinem Kind an seinem Lieblingsspiel? Vielleicht das Bauen. Vielleicht die Figuren, eine Geschichte oder das gemeinsame Spielen mit Freunden. Die Antwort hilft dir, eine Beschäftigung zu finden, die an ein echtes Interesse anknüpft.

Auch klicksafe empfiehlt, digitale Interessen gemeinsam kennenzulernen und mit Kindern über ihre Online-Erlebnisse zu sprechen. Klare Regeln und eine ansprechbare Begleitung gehören dabei zusammen. Mehr dazu bei klicksafe.

Wie präsent das Internet bereits im Kinderalltag ist, zeigt die KIM-Studie 2024: 54 Prozent der internetnutzenden Kinder zwischen sechs und dreizehn Jahren waren täglich online. Die Zahl bezieht sich auf die Kinder, die das Internet nutzen – nicht auf alle Kinder und nicht auf Vorschulkinder. Sie beschreibt außerdem keine reine Spielzeit. Zur KIM-Studie des mpfs.

Für eure nächste Spielidee kannst du das Interesse ganz praktisch übersetzen: Wer gern Welten baut, könnte eine eigene Landschaft gestalten. Wer Figuren mag, könnte ihnen ein Zuhause geben. Wer Abenteuer liebt, könnte eine Mission erfinden. Frag dein Kind ruhig, welche Idee es selbst ausprobieren möchte.

Vom Tablet ins Spiel: ein Übergang in vier Schritten

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit empfiehlt, Familienregeln gemeinsam zu vereinbaren, das einzelne Kind zu berücksichtigen und den eigenen Medienumgang anzuschauen. Zu den Empfehlungen für den Familienalltag. Daraus lässt sich ein kleiner Ablauf für zu Hause ableiten. Die folgenden Formulierungen sind Vorschläge zum Ausprobieren.

  1. Besprecht vorher, wann Schluss ist

    Legt vor dem Start fest, wann die vereinbarte Medienzeit endet. Schaut gemeinsam, an welcher Stelle sich das Spiel dann speichern oder beenden lässt. Plane dabei kein offenes „noch eine Runde“, deren Dauer niemand kennt.

    Zum Beispiel: „Wir haben diese Zeit vereinbart. Kurz vorher sage ich dir Bescheid, damit du deinen Spielstand sichern kannst.“

  2. Kündige an, was danach möglich ist

    Bereite eine kleine Auswahl vor, die zum Nachmittag passt. Nach einem anstrengenden Tag vielleicht etwas Ruhiges; bei Bewegungsdrang eher eine Aufgabe mit Platz zum Laufen. Dein Kind kann mitentscheiden, ohne erst aus dem gesamten Kinderzimmer wählen zu müssen.

    Zum Beispiel: „Danach können wir eine Höhle für deine Figur bauen oder drei Hinweise für eine Schatzsuche verstecken.“

  3. Gib Enttäuschung etwas Raum

    Auch mit einer Absprache kann dein Kind traurig oder ärgerlich sein, wenn es aufhören soll. Du musst die vorgeschlagene Spielidee dann nicht sofort überzeugend verkaufen. Bleib bei der Vereinbarung und gib euch einen Moment, bevor ihr etwas Neues anfangt.

    Zum Beispiel: „Du hättest gern weitergespielt. Das verstehe ich. Die vereinbarte Zeit ist jetzt vorbei. Ich bin hier.“

  4. Beginnt mit einer winzigen Aufgabe

    Stell ein paar Bausteine bereit, lege ein großes Blatt auf den Tisch oder zeichne den ersten Hinweis. Frag nach einem nächsten Schritt. Vielleicht macht dein Kind daraus ein ganz anderes Spiel. Dann darf die Vorbereitung ihren Zweck bereits erfüllt haben.

    Zum Beispiel: „Diese Figur braucht einen Eingang. Wo würdest du ihn hinbauen?“

12 Spielideen, die einen Anfang möglich machen

Manche Ideen brauchen nur Papier oder vorhandenes Spielzeug, andere etwas mehr Platz. Du kannst die Aufgaben vereinfachen, erweitern oder mit den Lieblingsfiguren deines Kindes verbinden. Such dir die Idee aus, zu der dein Kind heute am ehesten Ja sagen könnte.

Für kleine Weltenbauer

Ein Zuhause für eine Spielfigur bauen

Ihr braucht: vorhandene Bausteine und eine altersgerechte Spielfigur.

Stellt die Figur auf den Tisch und überlegt, was sie heute braucht: einen Schlafplatz, eine kleine Mauer oder ein Versteck? Baut zunächst nur diesen einen Ort. Dein Kind bestimmt, wo der Eingang liegt und wer zu Besuch kommen darf. Später können ein Weg oder ein Nachbarhaus dazukommen.

Mit Magnetwürfeln lässt sich die Anordnung durch Lösen und Verbinden verändern. Holz- oder Klemmbausteine eignen sich ebenfalls, je nachdem, was ihr habt und gern benutzt.

Dein Einstieg: „Wo würde deine Figur heute Nacht schlafen?“

Für Geschichtenerfinder

Drei Dinge, ein Abenteuer

Ihr braucht: drei ungefährliche Alltagsgegenstände, etwa einen Löffel, einen Waschlappen und eine leere Schachtel.

Legt die Dinge nebeneinander. Eines ist die Hauptfigur, eines ihr Fahrzeug, eines ein geheimnisvoller Ort. Dein Kind verteilt die Rollen. Dann beginnt ihr eine Geschichte, zu der jede Person einen Satz beiträgt. Der Waschlappen darf ein fliegender Teppich sein und die Schachtel eine Mondstation.

Wenn eine Szene besonders gefällt, spielt ihr sie nach. Es braucht weder einen fertigen Handlungsplan noch ein ordentliches Ende.

Dein Einstieg: „In dieser Schachtel wohnt jemand. Wer könnte das sein?“

Für Fahrzeugfans

Eine Werkstatt aus einem Versandkarton

Ihr braucht: einen sauberen Karton, Stifte und Spielzeugfahrzeuge.

Eine erwachsene Person entfernt Klammern und schneidet bei Bedarf Öffnungen. Dein Kind gestaltet anschließend Parkplätze, Werkstatttore oder eine Waschstraße. Ein kleiner Kartondeckel wird zur Auffahrt, ein gemaltes Schild erklärt die Öffnungszeiten. Welche Fahrzeuge kommen zuerst zur Reparatur?

Lasst Platz für Erweiterungen. Am nächsten Tag könnte neben der Werkstatt ein Café entstehen. So wird aus derselben Grundfläche eine neue Spielsituation.

Dein Einstieg: „Dieses Auto hat ein Problem. Welche Werkstatt kann ihm helfen?“

Für kreative Planer

Eine eigene Welt auf Packpapier

Ihr braucht: ein großes Stück Papier und Stifte; Figuren oder Bausteine sind optional.

Zeichnet zuerst einen Weg. Dein Kind entscheidet, wohin er führt. Vielleicht zu einem Drachenberg, einer Eisdiele oder einer Insel mit einer einzigen Brücke. Wer mag, setzt Figuren auf die Karte oder ergänzt kleine Bauwerke. Die Papierfläche gibt den Orten einen Zusammenhang.

Frage nach einem Detail, statt die gesamte Karte vorzugeben: Wo bekommt die Figur etwas zu essen? Welcher Weg ist geheim? Die Antworten bestimmen, was als Nächstes entsteht.

Dein Einstieg: „Wenn dieser Weg überallhin führen dürfte: Wohin würde er gehen?“

Für kleine Detektive

Eine Schatzsuche mit drei Stationen

Ihr braucht: drei Zettel und einen vertrauten Gegenstand als Schatz.

Zeichne einfache Hinweise, zum Beispiel ein Sofa, einen Tisch und ein Bücherregal. Der erste Zettel führt zum zweiten, der zweite zum dritten und der letzte zum versteckten Gegenstand. Für Kinder, die schon lesen, können kurze Rätsel dazukommen.

Verstecke alles in gut erreichbaren Bereichen, damit niemand klettern muss. Danach tauscht ihr die Rollen: Dein Kind plant eine Suche für dich. Ein Kuscheltier als Schatz reicht vollkommen.

Dein Einstieg: „Unser Kuscheltier ist auf Expedition. Wollen wir seine Spur suchen?“

Wenn Bewegung gefragt ist

Eine Expedition durchs Wohnzimmer

Ihr braucht: etwas freie Bodenfläche und flache, rutschfeste Markierungen.

Legt eine kurze Strecke durch den Raum fest. Jede Station hat eine Aufgabe: ganz langsam gehen, auf einem Bein stehen oder sich klein machen wie eine Maus. Dein Kind kann Tiernamen für die Stationen vergeben und die Reihenfolge verändern.

Haltet den Weg frei von Möbelkanten und Stolperfallen und bleibt auf Bodenhöhe. Wer gerade wenig Energie hat, ist die Expeditionsleitung und denkt sich die nächste Aufgabe aus.

Dein Einstieg: „Wie würde ein Pinguin bis zur nächsten Station kommen?“

Für Kinder mit eigenen Ideen

Erst zeichnen, dann eine Sache bauen

Ihr braucht: Papier, einen Stift und geeignetes Baumaterial.

Dein Kind zeichnet einen erfundenen Ort: ein Haus auf dem Mond, einen Tierpark oder eine Burg. Danach sucht es ein einziges Detail aus, das es nachbauen möchte. Vielleicht ein Tor, einen Turm oder einen Schlafplatz für ein Tier.

Das Gebaute muss der Zeichnung nicht genau entsprechen. Wenn das Material eine andere Lösung nahelegt, könnt ihr den Entwurf ändern. Die Zeichnung bleibt eine Idee, an der ihr weiterdenken könnt.

Dein Einstieg: „Welcher kleine Teil von deinem Bild soll zuerst auf dem Tisch stehen?“

Für Sortierer und Händler

Ein Laden für ziemlich besondere Dinge

Ihr braucht: vorhandenes Spielzeug, ein paar Schalen und Papier.

Eröffnet einen Laden für Kuscheltiere, Fahrzeuge oder Bausteine. Dein Kind sortiert die Waren nach eigenen Kategorien. Vielleicht verkauft es ausschließlich Dinge für Drachen oder Material für Unterwasserhäuser. Malt gemeinsam Schilder und nutzt Papierkarten als Spielgeld.

Du bist zunächst Kundin oder Kunde. Beschreibe einen ungewöhnlichen Wunsch und lass dir etwas empfehlen. Später kann dein Kind selbst einkaufen gehen oder den Laden für eine andere Spielwelt umbauen.

Dein Einstieg: „Ich suche ein Geschenk für einen sehr kleinen Drachen. Was empfehlen Sie?“

Für einen ruhigen Moment

Einer Hörgeschichte einen Ort geben

Ihr braucht: eine bekannte, altersgerechte Hörgeschichte und etwas zum Zeichnen oder Bauen.

Wählt einen vertrauten Abschnitt. Dein Kind gestaltet dazu einen Ort: das Haus einer Figur, einen Waldweg oder ein Schiff. Wer lieber nur zuhören möchte, darf das ebenfalls. Ihr könnt auch erst nach dem Hören überlegen, welcher Ort in Erinnerung geblieben ist.

Das ist eine bildschirmfreie Beschäftigung mit einem Hörmedium. Stelle ein verwendetes Smartphone so ein, dass der Bildschirm ausgeschaltet bleiben kann und keine Videos nebenherlaufen.

Dein Einstieg: „Wie könnte es dort aussehen, wo die Geschichte gerade spielt?“

Für gemeinsame Familienzeit

Ein Bauwerk, viele überraschende Ideen

Ihr braucht: Bausteine und mindestens zwei Mitspieler.

Eine Person beginnt mit einer kleinen Form. Reihum ergänzt jede Person etwas. Dabei erklärt sie kurz, was ihr Teil bedeutet: ein Eingang, ein Garten, ein Aussichtspunkt. Ihr könnt vereinbaren, dass bereits Gebautes nur mit Zustimmung verändert wird.

Wenn jüngere und ältere Kinder mitspielen, bekommen alle eine passende Aufgabe. Wer gerade nicht bauen möchte, erfindet einen Namen oder eine Geschichte. Am Ende führt euch das Kind durch die gemeinsame Welt.

Dein Einstieg: „Ich baue den ersten Teil. Was fehlt unserer Welt noch?“

Für gemütliche Regentage

Ein kleines Schattentheater

Ihr braucht: eine Taschenlampe, eine freie Wand und eure Hände oder Papierfiguren.

Eine erwachsene Person richtet das Licht auf die Wand. Probiert aus, wie sich ein Schatten verändert, wenn die Hand näher an die Lampe kommt. Danach erfindet ihr zwei Figuren und eine kurze Szene. Papierformen können die Besetzung erweitern.

Verwendet eine geeignete Lampe, keine Kerzen, und leuchtet niemandem in die Augen. Die Vorstellung darf kurz bleiben. Vielleicht bekommt eine Figur morgen ein neues Abenteuer.

Dein Einstieg: „Dieser Schatten sieht aus, als hätte er etwas zu erzählen. Was wohl?“

Für Entdecker vor der Haustür

Eine Farben- und Formenmission

Ihr braucht: eine sichere Spazierstrecke und eine kleine Suchaufgabe.

Sucht gemeinsam etwas Rundes, etwas Gestreiftes und drei verschiedene Blattformen. Ihr könnt Fundstücke zeigen, beschreiben oder später zeichnen. Es muss nichts gepflückt oder mitgenommen werden. An einem Regentag lässt sich eine kleinere Version am Fenster oder in der Wohnung spielen.

Wenn dein Kind mag, baut es anschließend einen entdeckten Ort nach: eine Bank, einen Gartenweg oder einen kleinen Park. So liefert der Ausflug Material für die nächste Idee.

Dein Einstieg: „Wer entdeckt etwas, das wir auf einer eigenen Weltkarte einzeichnen könnten?“

Passe die Materialien an Alter und Fähigkeiten an. Beachte bei Spielzeug die Verpackungs- und Sicherheitshinweise und halte Kleinteile von jüngeren Geschwistern fern.

Was, wenn dein Kind trotzdem keine Lust hat?

Dann darf eine Idee auch einfach nicht passen. Schau, ob gerade Hunger, Müdigkeit, Nähe oder Bewegung im Vordergrund stehen. Du musst nicht sofort das nächste Angebot nachschieben. Frag lieber: „Möchtest du erst eine Pause, oder fehlt dir etwas, damit wir anfangen können?“

Das Portal kindergesundheit-info.de betont, dass Kinder Zeit, geeigneten Raum, Anteilnahme und manchmal einen kleinen Anstoß für ihr Spiel brauchen. Auch Langeweile darf vorkommen. Was Kinder zum Spielen brauchen.

Du kannst euren Aufbau deshalb als Versuch betrachten: Heute liegen ein paar ausgewählte Dinge auf einem erreichbaren Tisch. Morgen probiert ihr vielleicht einen anderen Ort oder beginnt gemeinsam. Beobachte, worauf dein Kind selbst zurückkommt. Ein Spielzeug, das gestern liegen blieb, braucht nicht automatisch einen Ersatz.

Ein anderer Maßstab

Vielleicht beginnt mehr Spielzeit mit einem einzigen: „Mama, Papa, guck mal!“

Eine eigene Idee, ein kurzer gemeinsamer Moment oder der Wunsch, morgen weiterzubauen, können für euch gute Gründe sein, eine Beschäftigung wieder anzubieten. Die Dauer allein muss nicht entscheiden, ob der Nachmittag gelungen war.

Falls dein Kind dich beim Spielen ständig dabeihaben möchte, vereinbart zunächst eine kleine gemeinsame Aufgabe. Sage anschließend konkret, was du machst und wo du erreichbar bist. Zum Beispiel: „Ich schneide jetzt das Gemüse hier in der Küche. Wenn dein Eingang fertig ist, zeigst du ihn mir.“ Wie viel Begleitung passend ist, hängt vom Kind, vom Material und von der Situation ab.

Ein Wochenplan, der Platz für euren Alltag lässt

Die folgende Woche ist eine Auswahlhilfe. Du kannst Tage überspringen, Ideen wiederholen oder nach zwei Tagen etwas ganz anderes machen. Plant nur so viel gemeinsame Zeit ein, wie ihr tatsächlich geben könnt. Alle Aufgaben knüpfen an die Spielideen oben an.

Sieben kleine Anlässe zum Ausprobieren
TagEure kleine AufgabeDanach könnt ihr fragen
MontagWählt eine Figur und baut einen kleinen Platz für sie.„Welcher Teil hat dir gefallen?“
DienstagErgänzt an diesem Ort genau eine eigene Idee.„Was ist heute neu dazugekommen?“
MittwochGeht auf eine kurze Farben- und Formenmission.„Was würdest du gern nachzeichnen?“
DonnerstagErzählt mit drei Gegenständen eine Geschichte.„Wer soll morgen wieder mitspielen?“
FreitagJede Person ergänzt etwas an einem gemeinsamen Bauwerk.„Welchen Namen bekommt unsere Welt?“
SamstagLasst euer Kind eine Schatzsuche für euch vorbereiten.„Welcher Hinweis war besonders knifflig?“
SonntagWiederholt die Idee, auf die euer Kind Lust hat.„Was möchtest du nächste Woche wieder machen?“

Vielleicht zeigt sich dabei, dass dein Kind nach der Schule lieber draußen unterwegs ist und erst später bauen möchte. Oder dass eine gemeinsame Geschichte besser ankommt als jede Bauaufgabe. Genau solche Beobachtungen machen den Plan für euch nützlich.

Wenn dein Kind Bauwelten liebt: ein Einstieg mit KidsCraft

Vielleicht steckt in der Begeisterung für digitale Bauwelten genau die Idee, nach der ihr sucht: einen Ort selbst gestalten, umbauen und mit Figuren bespielen. KidsCraft bietet dafür magnetische Würfel, aus denen kleine eigene Welten entstehen können.

Die Würfel des KidsCraft® Basis-Sets 2.0 messen 2 × 2 × 2 cm. Die Produktseite führt das Basis-Set mit 100 Bausteinen und einer Altersempfehlung ab drei Jahren. Beachte für die konkrete Variante immer die aktuellen Produkt- und Verpackungsangaben.

Für euren ersten Versuch kannst du eine kleine Auswahl bereitlegen. Baut ein Tor, einen Platz oder ein Versteck für eine Figur. Dein Kind entscheidet, wie es aussehen soll. Danach lässt sich dieselbe Anordnung verändern: Der Eingang wandert auf die andere Seite, aus der Mauer wird ein Weg, die Figur bekommt einen neuen Nachbarn.

So wird die Spielidee konkret: „Bauen wir einen Ort, den es bisher nur in deinem Kopf gibt?“ Ob dein Kind daran Freude findet, zeigt sich beim Ausprobieren. Ein neues Set kann ein Spielangebot ergänzen; feste Medienabsprachen und gemeinsame Aufmerksamkeit bleiben eigene Aufgaben im Familienalltag.

Häufige Fragen rund um Tablet und Spielzeit

Was kann ich tun, wenn mein Kind nur Tablet spielen will?

Versuche zuerst herauszufinden, was dein Kind daran besonders mag. Wähle dann eine kleine analoge Aufgabe, die dieses Interesse aufgreift, und beginne bei Bedarf gemeinsam. Besprecht das Ende der Medienzeit schon vorher. Im Beitrag findest du konkrete Einstiege für Bauwelten, Geschichten und Bewegung.

Wie viel Bildschirmzeit ist für mein Kind passend?

Das hängt unter anderem von Alter, Inhalt und Alltag ab. Bei der Vereinbarung solltet ihr auch Schlaf, Bewegung, Schule, Freundschaften und gemeinsame Zeit im Blick behalten. Nutze zur Orientierung die altersbezogenen Informationen bei klicksafe. Für Fragen zur persönlichen Entwicklung ist eure Kinderarztpraxis eine passende Anlaufstelle.

Muss ich bei jeder Spielidee die ganze Zeit mitspielen?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Manche Kinder nehmen einen Impuls auf und entwickeln ihn selbst weiter, andere brauchen mehr Begleitung. Übernimm zunächst eine überschaubare gemeinsame Aufgabe und schau, was dein Kind anschließend übernehmen möchte. Sichere Materialien und eine passende Aufsicht bleiben dabei Voraussetzung.

Welche Ideen eignen sich besonders für Regentage?

Für einen ruhigen Nachmittag bieten sich eine Geschichte mit drei Dingen, eine Weltkarte aus Papier oder ein kleiner Bauauftrag an. Bei Bewegungsdrang kannst du eine sichere Strecke auf dem Boden vorbereiten. Für gemeinsame Zeit passen Schattentheater, Schatzsuche oder ein Bauwerk, zu dem alle etwas beitragen.

Brauche ich dafür neues Spielzeug?

Für viele Ideen reichen Dinge, die schon da sind: Papier, Stifte, ein sauberer Karton, Kuscheltiere oder vorhandene Bausteine. Probiere zunächst aus, welche Art von Spiel dein Kind aufgreift. Wenn ihr gern baut, kann ein passendes Bausystem das vorhandene Spielangebot ergänzen.

Ist KidsCraft für Fans digitaler Bauwelten geeignet?

Eigene Orte gestalten und umbauen ist eine mögliche Verbindung zwischen beiden Spielarten. Bei KidsCraft geschieht das mit magnetischen Würfeln auf dem Tisch oder am Boden. Ob diese Art zu bauen deinem Kind gefällt, hängt von seinen Interessen und Fähigkeiten ab. Ein Bezug zu einer digitalen Spielwelt ist keine offizielle Verbindung zu deren Hersteller.

Für heute genügt ein Anfang

Welche kleine Welt würdet ihr heute zusammen bauen?

Such eine Idee aus, leg das Material bereit und frag dein Kind nach dem ersten Schritt. Vielleicht bleibt es bei einem kurzen Versuch. Vielleicht wird aus einem kleinen Tor eine Geschichte, die morgen weitergeht. Beides darf ein Anfang sein.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktioneller Stand: 15. September 2026. Die Quellen unterstützen die jeweils verlinkten Angaben zu Medienalltag, Spielen und Produktmerkmalen. Die Spielideen und der Wochenplan sind eigene redaktionelle Vorschläge.

  1. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: KIM-Studie 2024. Daten zur Mediennutzung von Kindern zwischen sechs und dreizehn Jahren.
  2. klicksafe: Geregelter Umgang mit digitalen Medien. Begleitung, gemeinsame Absprachen und Hilfen für Familien.
  3. BIÖG / kindergesundheit-info.de: Medien im Familienalltag. Empfehlungen für den Medienumgang in der Familie.
  4. BIÖG / kindergesundheit-info.de: Was Kinder zum Spielen brauchen. Spielraum, Zeit, Anregungen und Begleitung.
  5. KidsCraft® Basis-Set 2.0: aktuelle Produktseite. Angaben zu Würfelmaßen, Bausteinzahl und empfohlenem Mindestalter.

Die nächste Welt ist eure

Eine Welt, die dein Kind selbst baut.

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